Eine Lebensmittel-Intoleranz (Nahrungsmittelunverträglichkeit) ist eine sogenannte pseudoallergische Reaktion. Ursache dafür sind Enzymdefekte, die bei der Aufnahme bestimmter Lebensmittel zu Verdauungsstörungen führen können. (Bild: aboutpixel.de / Käsewein gefällig? © Thorwald Hoffmann) Bekannte Beispiele dafür sind etwa Laktose-Intoleranz (Milchzucker-Unverträglichkeit), Fructose-Intoleranz (Fruchtzucker-Unverträglichkeit), Histamin-Intoleranz sowie Zöliakie (Weißmehl Unverträglichkeit). Diese Unverträglichkeiten weisen zwar klinisch betrachtet die selben Symptome auf wie echte Allergien, unterscheiden sich aber in ihrer Entstehung. Eine echte Allergie ist eine Reaktion des Immunsystems auf bestimmte Nahrungsmittelinhaltsstoffe, oder auf Nahrungsinhaltsstoffe, die im Verbund mit körpereigenen Proteinen als körperfremde Stoffe (= Allergene) wirken. Beim erstmaligen Eindringen von Allergenen in den Körper wird die Bildung von spezifischen Abwehrstoffen, den sogenannten Immunglobulinen (IgE), angeregt. Es zeigen sich beim ersten Allergenkontakt noch keine Symptome. Dieser Erstkontakt wird als Sensibilisierung bezeichnet. Die Antikörper, die durch die Sensibilisierungs-reaktion entstehen, werden an Mastzellen gebunden. Bei sämtlichen Intoleranzen liegt die Ursache der Erkrankung nie in einer überschießenden Immunreaktion des Körpers, sondern gründet sich meist auf einen Enzymmangel oder -defekt. Anders als bei der echten Allergie geht der Lebensmittelintoleranz auch keine Sensibilisierungsphase voran. Aktuelle News zu all diesen Themen finden Sie in unserem News-Blog in der Kategorie "Intoleranz". Einen geeigneten Gastroenterologen in Deutschland finden Sie mit der imedo Arztsuche.
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